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Das Mobilitätswende Camp München ist vorbei. Wir hatten eine tolle Zeit und danken euch allen für den Support und das Engagement. Tausend Dank! Für uns als Orga heißt das jetzt erstmal Urlaub!

Wir hatten ja die Sorge unsere Kosten nicht decken zu können. So wie es aussieht gibt es da gute Nachrichten. In den letzten 2 Tagen des Camps und am Montag danach ist so crazy viel Geld rein gekommen das wir glauben auf Null raus zu kommen. Sicher wissen wir das erst in 2 Wochen wenn alle Rechnungen bezahlt sind. Aber wir denken es geschafft zu haben. Tausend Dank an euch alle für die Solidarität und die Unterstützung. Dankeschön.

Danke euch allen. Die CampOrga


Abschließende Pressekonferenz auf dem Klimacamp auf der Theresienwiese vom 12.9.2021



Das Camp in Gebärdensprache


Statement zum Hochwasser:
Wir können nicht weiterleben wie bisher!

Die erschütternden Bilder aus NRW und Rheinland-Pfalz führen dazu, dass unser Anliegen noch dringlicher ist und für uns auch die Protestform „Klimacamp“ die geeignetste Art darstellt, diese Dringlichkeit zu verdeutlichen: Jetzt handeln, bevor der Klimawandel unsere Lebensgrundlagen zerstört. Wir möchten den Menschen vor Augen führen, was passiert, wenn wir nicht jetzt gegen den Klimawandel aktiv werden und eine wirkliche Mobilitätswende einleiten. Durch die Flutkatastrophe sind viele Wohnungen unbewohnbar geworden. Wenn weiterhin nichts getan wird, kann dies uns allen drohen. Wir wollen daher die Woche rund um die IAA nutzen, um den Münchner:innen zu zeigen, was dies bedeuten kann. Essen, Schlafen, Kochen, und sich politisch Organisieren das gesamte Leben nicht in der wohligen Atmosphäre der eigenen vier Wände sondern in einem provisorischen Zeltlager in der Innenstadt. Damit wollen wir klarmachen, dass der Klimawandel ein Problem ist, dass jeden hier persönlich betrifft. Unser zivilgesellschaftlicher Protest in Form eines Camps soll als eine (an)dauernde Mahnung verstanden werden. Über die Verlagerung unseres Schlaf- und Lebensmittelpunktes in die Innenstadt machen wir die durchgängige Präsenz der Teilnehmer*innen zur Ausdrucksform ihres Protests. Wir wollen die Politik eine Woche lang konstant dazu aufrufen endlich zu handeln.


Pressemitteilung vom 27. Juli 2021:
IAA: Aktivist*innen planen Klima-Camp auf Theresienwiese

Stadt München muss auch Protestierenden Raum geben, nicht nur der Autoindustrie
Klimaaktivist*innen aus München planen ein Klima-Protest-Camp während der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in München. Das Mobilitätswende-Camp München soll vom 7. bis 13. September etwa 1500 Teilnehmer*innen der IAA-Proteste Platz bieten. Geeignete Orte sind aus Sicht der Camp-Organisator*innen die Theresienwiese oder der Hermann-von-Siemens-Sportpark. Gespräche dazu laufen mit dem Kreisverwaltungsreferat der Stadt, eine Zusage gibt es noch nicht.

„Viele klimaaktivistische Gruppen haben angekündigt, gegen die IAA in München zu protestieren, die in ihren Augen allein dem Greenwashing der Autoindustrie dient. Als Mobilitätswende-Camp wollen wir ihnen eine Übernachtungsmöglichkeit, Verpflegung und ein breites Bildungsprogramm bieten. Das Camp soll einen entscheidenden Anlaufpunkt der Klimagerechtigkeitsbewegung bilden, die sich für eine echte Mobilitätswende engagiert, statt sich mit einer ‚Antriebswende‘ zufriedenzugeben“, sagte Michael Jäger vom Camp-Bündnis. „Wir fordern die Stadt München auf, auch den Protestierenden angemessen Raum zu geben, nachdem sie der IAA sämtliche öffentliche Flächen in der Innenstadt vom Odeonsplatz bis zum Marienplatz zur Verfügung gestellt hat. Das Camp soll allen Menschen ermöglichen, ihre Grundrechte auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit wahrnehmen zu können.“

Auf Infrastruktur wie Schlafplätze und Küche zu verzichten, ist aus Sicht der Organisator*innen keine Option, denn in einer der drei teuersten Städte Europas können sich die Protestierenden kaum ein Hotel oder Vollverpflegung leisten. Zudem wird mit dem Camp ein Ort entstehen, der an sich schon ein Ausdruck des Protestes gegen die IAA und das auto-zentrierte Verkehrssystem und damit auch Symbol eines gesellschaftlichen Gegenentwurfes ist. Da sich das Camp auf die Säulen der verfassungsmäßig geschützten Grundrechte stützt, muss die Stadt es ermöglichen, die für die Teilnahme an Kundgebungen erforderliche Infrastruktur bereitzustellen. Das haben viele Gerichtsurteile bei den Klimacamps im Rheinland oder bei Protestcamps in anderen deutschen Großstädten bestätigt.

Das Kreisverwaltungsreferat der Stadt München dagegen verhält sich in jüngster Zeit eher als Verhinderin statt Partnerin zivilgesellschaftlicher Initiativen. So wurde die Standzeit eines Informationscontainers zum Thema Mobilität, den der Bund Naturschutz auf dem Stachus aufstellen wollte, so stark beschränkt, dass er abgesagt werden musste. „Wir fordern die Stadt und das Kreisverwaltungsreferat auf, kooperativ und konstruktiv ein zentrales Protest- und Bildungscamp zu ermöglichen. Andernfalls erwägen wir, uns unser Verständnis von Demokratie und Versammlungsrecht auf dem Klageweg bestätigen zu lassen. Wir werden für unseren Raum in der Stadt kämpfen!“

Um das Risiko einer Corona-Infektion gering zu halten, bereiten die Aktivist*innen ein ausgeklügeltes Hygienekonzept nach dem Vorbild anderer Camps vor, die damit gute Erfahrungen gemacht haben.

Folgende Organisationen und Bündnisse unterstützen die Forderung nach einer zentralen Campfläche in München:
#noIAA
KonTra IAA – Kongress für transformative Mobilität
Sand im Getriebe
Smash IAA
No Future for IAA
VolxKüche München
Soliküche Augsburg
Fridays for Future München
Jugendorganisation BUND Naturschutz

Pressekontakt:

E-Mail: mobilitaetswende_camp_muenchen@riseup.net

Pressetelefon: 0151/ 75805097